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World-News in Endokrinologie-Diabetologie |
Neue Medikamente bei Diabetes mellitus Typ 2- GLP-1 Analoge und GLP-1-Agonisten
Analoge von Glucagon-Like Peptide 1, einem
natürlichen Darmhormon, das die Funktion der Pankreasinseln reguliert,
sind als injizierbare Präparate für Typ 2 Diabetiker
entwickelt worden. GLP-1 ist ein sog. Inkretin, d.h. es steigert nach
einer Mahlzeit die Insulinsekretion, und es unterdrückt Glucagon, das
bei Diabetes nach einer Mahlzeit inadäquat erhöht ist. Natürliches GLP-
wird innert Minuten im Körper abgebaut, und es eignet sich somit nicht
für den klinischen therapeutischen Einsatz.
Eine andere Strategie der
Pharma-Hersteller war die Entwicklung von sog. DPP-IV-Antagonisten, die
Gruppe der Gliptine, die den Abbau von GLP-1 vermindern. Gliptine
steigern die Blutspiegel von körpereigenem GLP-1, und haben eine
antidiabetische Wirkung. Im Gegensatz zu anderen Diabetes-Medikamenten zielt der Wirkmechanismus von Gliptinen auf die Fehlfunktion der Inselzellen der Bauchspeicheldrüse ab. Diese Fehlfunktion ist eine der Hauptursachen für Typ-2-Diabetes. Gliptine verhindern den Abbau zweier Hormone: des Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1) und des GIPs (Glucose-dependent Insulinotropic Peptide). Neue Daten bestätigen eine dosisabhängige, klinisch relevante Senkung der HbA1c-Werte (Standard-Messgrösse für den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten) – sowohl in Monotherapie als auch in Kombination mit anderen Wirkstoffen. In Kombination mit Metformin und Sulfonylharnstoff zeigten Gliptine bei der Senkung der HbA1c- Werte eine additive Wirkung. Gleichzeitig war Gliptine sehr gut verträglich und verursachte weder Gewichtszunahmen noch Ödeme. |
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16.10.09 |